partner with OST
XEOS Data Relay
Nortek Signature ADCPs
Führende globale Anbieter

USV-Software

USV-Software ist die digitale Steuerungsumgebung, die es unbemannten Oberflächenfahrzeugen ermöglicht, zu navigieren, Missionen auszuführen, Nutzlasten zu verwalten und zuverlässige Meeresdaten zu erfassen. Diese Systeme vereinen Autonomie, Kollisionsvermeidung, Missionsplanung, Flottenmanagement, Sensorsteuerung und Kommunikation in den Bereichen hydrografische Vermessung, Umweltüberwachung, Offshore-Inspektion und Notfallmaßnahmen.

Auf dieser Seite werden führende Anbieter von USV-Software vorgestellt, deren Lösungen eine präzise Kurshaltung, synchronisierte Sonar- und Sensordaten, adaptive Probenahme sowie wiederholbare Missionen über längere Einsatzzeiten hinweg unterstützen.

Lesen Sie den Technologieübersicht

Anbieter von USV-Software

Greensea IQ
Greensea IQ

Modernste Meeresrobotik und Softwarelösungen mit offener Architektur

StrateSea Technology
StrateSea Technology

KI-gestützte maritime Intelligenz für Vermessung, Anlageninspektion und Unterwassersicherheit

Cambridge Pixel
Cambridge Pixel

Lösungen für die Datenerfassung, Verfolgung und Visualisierung von Radargeräten und Sensoren für maritime und Hochseeanwendungen

Dynautics
Dynautics

Technologien für das Management von Seefahrzeugen: Autopiloten für Seefahrzeuge, Fernsteuerungssysteme und Simulationslösungen

Präsentiere deine Fähigkeiten

Wenn Sie entwerfen, bauen oder liefern USV-Software, Erstellen Sie ein Profil, um Ihre Kompetenzen zu präsentieren und mit Besuchern in Kontakt zu treten, die einen konkreten Bedarf an Ihren Lösungen haben.

Lieferantenprofil erstellen

USV-Software

William Mackenzie

Aktualisiert:

Einführung in die USV-Software

USV-Software bildet die zentrale digitale Betriebsumgebung, die es einem unbemannten Oberflächenfahrzeug ermöglicht, zu navigieren, Nutzlasten zu verwalten, Umgebungsdaten zu verarbeiten, zu kommunizieren und sich an dynamische maritime Bedingungen anzupassen. Während Plattformen häufig durch ihre Rumpfform, ihren Antrieb oder ihre Nutzlastkapazität charakterisiert werden, bestimmt letztlich die digitale Architektur die Einsatzfähigkeit. Die Hardware sorgt für Auftrieb und Antriebskraft, doch der Software-Stack gewährleistet eine sichere und präzise Ausführung, indem er übergeordnete Vorgaben in deterministische mechanische Befehle umsetzt.

Für Fachleute aus den Bereichen Meereswissenschaften und Meerestechnik bestimmt die Softwarequalität direkt die Datengenauigkeit. Eine mangelhafte Steuerungslogik führt zu Kursabweichungen, die die Sonarabdeckung beeinträchtigen, während eine unzureichende Nutzlastintegration zu falsch zugeordneten Zeitstempeln oder fehlerhafter Georeferenzierung führt. Umgekehrt ermöglicht optimierte Software für USVs präzise, wiederholbare Einsätze über längere Zeiträume hinweg, um die Betriebskosten zu senken, die Gefährdung von Personal auf See zu verringern und die Einhaltung sich weiterentwickelnder Rahmenbedingungen wie des IMO-MASS-Codes sicherzustellen.

Wichtige Softwaretypen für USVs

Um ein zuverlässiges unbemanntes System zu entwickeln, unterteilen Ingenieure die primäre digitale Architektur in der Regel in mehrere zentrale Funktionsbereiche.

  • Steuerungs- und Navigationssoftware: Verwaltet den unmittelbaren physischen Betrieb und interagiert direkt mit Antrieb, Steuerungsaktuatoren, Stromversorgungssystemen und grundlegenden Navigationssensoren. Sie liefert Echtzeit-Kartierung, Telemetrie, Informationen zum Batteriezustand sowie Systemdiagnosen an die Bedienerschnittstelle.
  • Software für Kollisionsvermeidung und Autonomie: Sie führt Wahrnehmungsdaten von GNSS, INS, Radarsystemen, LiDAR und Kameras zusammen, um lokale Lagekarten zu erstellen. Die Autonomie-Engine berechnet die Zielverfolgung, bewertet den engsten Annäherungspunkt (CPA) und führt frühzeitig Manöver durch, die den COLREG-Vorschriften entsprechen.
  • Software zur Missionsplanung: Setzt operative Ziele in strukturierte Ausführungsabläufe um. Dieses Modul erstellt parallele Vermessungsgitter, definiert Linienabstände, legt Sperrzonen fest und ermöglicht dynamische Anpassungen an wechselnde Wetterbedingungen oder Strömungen.
  • Flottenmanagement-Software: Koordiniert mehrere maritime Einheiten über eine zentrale Schnittstelle. Sie übernimmt die gleichzeitige Verfolgung, die Aufgabenverteilung, die Softwareversionskontrolle sowie die Planung vorbeugender Wartungsmaßnahmen, um den Betrieb zu skalieren, ohne den Personalbestand an Land zu erhöhen.
  • Zielerkennungs- und KI-Software: Wendet maschinelles Lernen und Computer Vision auf Sonar-, Radar-, AIS-, EO/IR- und Umweltsensordaten an und unterstützt dabei die Objektklassifizierung, Anomalieerkennung, Zielerkennung sowie die automatisierte Markierung von Ereignissen.

Die Bewertung dieser einzelnen Module ermöglicht es Systemplanern, festzustellen, ob eine Plattform ein isoliertes Steuerungswerkzeug oder ein vollständig integriertes Kommando-Ökosystem bietet.

Kernanwendungen von USV-Software

Hydrografische Vermessung

Die Hydrographie erfordert eine außergewöhnliche Synchronisation, präzise Kurshaltung und eine hohe Metadatenqualität. Die Software koordiniert umfangreiche Datenströme von Multibeam-Echoloten (MBES), Sub-Bottom-Profilern und Trägheitsnavigationssystemen (INS) und fungiert dabei als zentraler Synchronisationstaktgeber, um Datenverzögerungen zu beseitigen. Die Steuerungssoftware minimiert kontinuierlich den Querfehler bei starkem Seegang, um Datenlücken zu verhindern, während die Autonomie-Engine Gefahren in flachen Gewässern umgeht, ohne unregelmäßige Bewegungen auszuführen, die zu einer Belüftung der Wandler führen könnten.

Meeresforschung und Umweltüberwachung

USV-Software von Greensea IQ

OPENSEA – Offene Softwareplattform für Meeresrobotik von Greensea IQ

Für Meeresforscher ermöglicht die Software die langfristige Wiederholbarkeit von Daten über präzise geografische Transekte hinweg. Sie automatisiert die Datenerfassung von CTD-Profilern, Sensoren für gelösten Sauerstoff, Fluorometern und meteorologischen Instrumenten und verknüpft jede Messung mit präzisen räumlichen und zeitlichen Metadaten. Fortschrittliche Autonomie-Software nutzt adaptive Missionsplanung, wodurch das Schiff Sensordaten in Echtzeit analysieren und automatisch sein Vermessungsraster verdichten oder mechanische Wasserprobenehmer auslösen kann, sobald Umweltanomalien wie Algenblüten erkannt werden.

Offshore- und Unterwasseroperationen

In Offshore-Energie- und Windkraftumgebungen fungieren USVs als entscheidende Datenschleusen für die Unterwassertechnik. Die Software koordiniert gleichzeitig akustische Kommunikationsverbindungen mit autonomen Unterwasserfahrzeugen (AUVs) oder ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen (ROVs), protokolliert Daten zur Strukturinspektion und überträgt Live-Telemetriedaten an Land. Bei stationären oder dauerhaft im Einsatz befindlichen maritimen Robotersystemen, die innerhalb von Windparks eingesetzt werden, verwaltet die Software autonom Andocksequenzen, Induktionsladezyklen und die Planung unter Berücksichtigung günstiger Wetterbedingungen.

Verteidigung und Notfallmaßnahmen

In Sicherheits- und Notfallszenarien befahren USVs Gefahrenbereiche, ohne Personal zu gefährden. Softwareumgebungen generieren optimierte Suchmuster, kartieren die Ausbreitung giftiger Ölverschmutzungen mittels Fernerkundung und koordinieren thermische oder optische Nutzlasten für Such- und Rettungsmaßnahmen. Bei diesen Einsätzen mit hohen Risiken legen die Entwickler besonderen Wert auf nachprüfbare Autonomie und stellen sicher, dass jeder von der Software ausgelöste Entscheidungsbaum, jede Hinderniserkennung und jede Navigationsregel vollständig protokolliert wird, um nach Abschluss der Mission überprüft werden zu können.

Normen, Vorschriften und Compliance

Der Einsatz autonomer Systeme in gemeinsamen und internationalen Gewässern erfordert die strikte Einhaltung internationaler maritimer Rahmenwerke und Datenprotokolle.

  • IMO-MASS-Code und der sich entwickelnde Rechtsrahmen für autonome Schiffe: Legt die globale Grundlage für die Konstruktion autonomer Schiffe, verbindliche Risikobewertungen, Protokolle für Fernsteuerungszentren und eine durchgängige Überprüfung der Cybersicherheit fest.
  • COLREG und Auslegung der Navigationsregeln: Erfordert, dass die Autonomie-Logik Begegnungen (Kreuzung, Überholen, Frontalzusammenstoß) genau kategorisiert und frühzeitig eindeutige Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen vornimmt, um die Absicht gegenüber nahegelegenen Seefahrern zu kommunizieren.
  • SOLAS, Sicherheit im Seeverkehr und Anwendbarkeit auf kleine USVs: Legt Anforderungen an die Software-Redundanz, die deterministische Alarmbehandlung, ausfallsichere Ausweichrouten bei Verlust der Telemetrie sowie eine zuverlässige Not-Aus-Funktion fest.
  • NMEA 0183, NMEA 2000 und Datenschnittstellen der Schiffselektronik: Regelt, wie die Software serielle und CAN-Bus-Meldungen der Bordelektronik erfasst, validiert und zeitlich abstimmt, um Latenzen in kritischen Positionsregelkreisen zu verhindern.
  • IHO S-57, S-100 und digitale hydrografische Daten: Ermöglichen es Autonomie-Engines, mehrschichtige digitale elektronische Seekarten nativ zu erfassen, um Grundberührungen zu vermeiden, und stellen gleichzeitig sicher, dass exportierte Bathymetrie-Modelle maschinenlesbare Standards erfüllen.
  • IEC, ISO und Richtlinien der Klassifikationsgesellschaften: Stellt standardisierte technische Rahmenwerke (wie ISO/TS 23860 und Klassifikationskennzeichnungen) bereit, um zu überprüfen, wie Software während ihres gesamten Lebenszyklus spezifiziert, verifiziert und aktualisiert wird.

Die erfolgreiche Einbettung dieser Standards in den zugrunde liegenden Quellcode stellt sicher, dass unbemannte Plattformen strenge Klassifikationsanforderungen erfüllen und lokale Hafenzulassungen erhalten.

Integration mit USV-Hardware, Sensoren und Nutzlasten

Autopiloten, Missionscomputer und Edge-Prozessoren

Die Verarbeitungsaufgaben werden auf eine ausfallsichere, mehrschichtige Rechnerarchitektur verteilt. Low-Level-Autopiloten führen deterministische Echtzeit-Regelkreise für die Anpassung von Schub und Ruder durch. Der primäre Missionscomputer führt die übergeordnete Autonomie aus, leitet Nutzlastdaten weiter und verwaltet die Kommunikationsverbindungen. Spezielle Edge-Prozessoren sind integriert, um rechenintensive Aufgaben lokal auszuführen, wie beispielsweise maschinelles Sehen oder die Echtzeit-Filterung von Sonardaten, wodurch Satellitenbandbreite geschont wird.

Energieverwaltung und Batterieüberwachung

Software für USVs von Cambridge Pixel

Maritimes Anzeige-Framework für USVs von Cambridge Pixel

Softwarearchitekturen müssen stets energieeffizient arbeiten, insbesondere auf hybriden oder vollelektrischen Plattformen. Das Steuerungssystem überwacht in Echtzeit die Batteriespannung, den thermischen Zustand und die Stromaufnahme durch energieintensive Nutzlasten. Einsatzcomputer berechnen Energiebilanzen dynamisch auf der Grundlage des prognostizierten Wellenwiderstands und der Arbeitszyklen der Nutzlasten und warnen die Bediener automatisch oder lösen sichere Rückkehrmodi zur Basis aus, bevor die Reserven kritisch werden.

Schnittstellen für Antrieb, Steuerung und Aktuatoren

Die USV-Software muss Befehle für verschiedene Antriebsarten umsetzen, darunter Außenbordmotoren, Wasserstrahlantriebe, Pod-Triebwerke, Differentialschubkonfigurationen oder segelunterstützte Systeme. Die Regelkreise sind speziell auf die physikalische Trägheit und die hydrodynamischen Eigenschaften des Wasserfahrzeugs abgestimmt und legen bei Vermessungsvorgängen den Schwerpunkt auf sanfte Feineinstellungen, um eine Verschlechterung der Datenqualität durch übermäßiges Rollen des Rumpfes oder plötzliches Gieren zu verhindern.

Hydrografische Sensoren: Multibeam, Single-Beam, Side-Scan-Sonar und ADCPs

Der Software-Stack fungiert als Koordinator für hochauflösende bathymetrische Messsysteme. Er konfiguriert die Sonar-Impulsraten, überwacht die Erfassungsbreite, bildet die Echtzeit-Datenabdeckung ab und kennzeichnet Lücken, die durch starke Schiffsbewegungen verursacht werden. Durch die direkte Integration in hydrografische Auswertungssuiten stellt die Software sicher, dass hochfrequente Lage- und Bewegungsdaten nahtlos mit den akustischen Daten am Datenrand kombiniert werden.

Ozeanografische Sensoren: CTD, Fluorometer, Nährstoffsensoren und Wasserprobenehmer

Die Integration biogeochemischer Messgeräte erfordert eine Software, die Rohdaten aus Umweltmessungen mit präzisen Positionsmetadaten und Kalibrierungsprofilen verknüpft. Die Software steuert die Abtastintervalle der Sensoren und verwaltet die mechanischen Auslöser für physische Wasserprobenflaschen, wobei sie diese Hardware-Ereignisse mit räumlichen Koordinaten, Gezeitenphasen oder automatisierten adaptiven Auslösern koordiniert.

Kameras, EO/IR-Systeme und Bildverarbeitungs-Nutzlasten

Optische Nutzlasten bieten unverzichtbare Funktionen zur räumlichen Orientierung und Inspektion. Bildverarbeitungssoftware verarbeitet Videodaten, um Ziele zu isolieren, und weist jeder Erkennung statistische Konfidenzwerte zu. Da in marinen Umgebungen starke Blendungen, Gischt und Nebel auftreten, vermeidet die Software Fehlalarme, indem sie optische Ziele mit den Rückmeldungen des aktiven Schiffsradars und den AIS-Tracking-Daten abgleicht.

Die nächste Generation der Meeresrobotik treibt einen Paradigmenwechsel hin zu Cloud-Integration, zertifizierten Entscheidungsmodellen und domänenübergreifender Zusammenarbeit voran.

  • Zunehmende regulatorische Angleichung für maritime Autonomie: Die Akzeptanz verlagert sich von einfachen Felddemonstrationen hin zur formalen Verifizierung. USV-Softwareentwickler müssen überprüfbare Codelogik, Sicherheitsnachweise und Rückverfolgbarkeitsprotokolle bereitstellen, um Versicherer und Klassifikationsgesellschaften zufrieden zu stellen.
  • Verstärkte Nutzung maschinenlesbarer Navigationsdaten: Ersetzt für Menschen lesbare Seekarten durch umfangreiche, S-100-konforme digitale Zwillinge. Die Software verarbeitet diese strukturierten Datensätze, um der Autonomie-Engine Echtzeit-Kontextinformationen zu Bathymetrie und dynamischen Gezeitenhöhen zu liefern.
  • Dauerbetrieb von USVs und stationäre Meeresrobotik: Fördert den Einsatz von Software, die autonome Andocksequenzen, induktives Laden und automatisierte Zustandsdiagnosen verwalten kann, um menschliche Eingriffe bei Langzeiteinsätzen zu minimieren.
  • Kooperative USV-, AUV- und UAV-Einsätze: Verwaltet die domänenübergreifende Aufgabenverteilung und positioniert das USV als Kommunikations-Gateway an der Oberfläche sowie als akustischen Navigationsknoten, der die Koordination mit unterwasserbasierten AUVs und luftgestützten UAV-Systemen übernimmt.

Mit der Weiterentwicklung dieser Fähigkeiten wird die Unterscheidung zwischen den Hardwarekonfigurationen immer mehr verschwimmen, sodass die Software zum entscheidenden Faktor für den Erfolg von Offshore-Einsätzen wird.